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Wenn die Sky­pe-Kon­fe­renz die Stim­mung heben muss

Auch die Ju­gend­ar­beit von Pater Roman Go­rin­cioi SCJ, der als Ko­ope­ra­tor in der Pfar­rei­en­gemein­schaft Kai­ser­sesch ein­ge­setzt ist, wurde durch Co­ro­na ab­rupt un­ter­bro­chen. Er er­zählt, wie es ihm damit geht.


Ver­an­stal­tun­gen wie den Mess­die­ner­tag 2019 fallen dieses Jahr aus 

Die Pan­de­mie hat für ihn sowie die Kin­der und Ju­gend­li­chen fast alles durch­ein­an­der­ge­wir­belt: So wur­den unter an­de­rem die Vor­be­rei­tun­gen für die Erst­kom­mu­ni­on ver­scho­ben. „Das ist scha­de, denn die Kin­der haben sich sehr en­ga­giert, zum Bei­spiel bei der Stern­sin­ger­ak­ti­on im Ja­nu­ar, sie waren auch flei­ßig in den Got­tes­diens­ten und bei den Ka­te­che­sen.“

Auch im Vor­feld auf die Fir­mung fand bis­her nur ein El­tern­abend im März statt, „die ganze Firm­vor­be­rei­tung ist ge­stoppt“, be­dau­ert P. Roman. Dafür hat er eine Whats­App-Grup­pe ge­star­tet, über die er den Ju­gend­li­chen täg­lich das Ta­ges­evan­ge­li­um schickt und dazu einen Im­puls, einen Psalm und ein Bild. „Aber die Ju­gend­li­chen haben dar­auf keine große Lust mehr“, weiß er genau: „Sie müs­sen die ganze Zeit über schon mit dem Ta­blet oder dem Com­pu­ter für die Schu­le ar­bei­ten und kön­nen nur damit Freun­de tref­fen. Ir­gend­wann reicht es.“

Trau­rig ist er dar­über, dass die Zu­sam­men­ar­beit mit „sei­ner“ Ju­gend­grup­pe auch so stark ein­ge­schränkt ist. „Aus die­ser Ju­gend­grup­pe sind in letz­ter Zeit zehn Per­so­nen aktiv“, er­zählt der Pater. Das Jahr star­te­te mit einer Wan­de­rung nach Maria Mar­ten­tal. „Wir haben große Pläne ge­habt für das ganze Jahr. Die Fas­ten­zeit haben wir mit einer Hei­li­gen Messe zum Ascher­mitt­woch ge­star­tet. Spä­ter waren wir ganz tief in den Vor­be­rei­tun­gen für Os­ter­got­tes­dienst. Der war schon immer sehr gut be­sucht - letz­tes Jahr von über 150 Ju­gend­li­chen. Lei­der hat auch die­ser Got­tes­dienst wegen Co­ro­na nicht ge­klappt.“

Aber: „Schon nächs­te Sonn­tag werde ich den Got­tes­dienst in Ham­buch fei­ern“, er­zählt P. Roman wei­ter. „Ich freue mich, dass die Ju­gend­li­chen sich aktiv im Emp­fangs­dienst oder als Hel­fer ein­brin­gen wol­len.“

„Zum Glück“, fährt er fort, „haben wir in letz­ter Zeit wie­der Kon­takt be­kom­men und zum Bei­spiel eine Sky­pe-Kon­fe­renz ge­führt. Die hat bei uns allen die Stim­mung ge­ho­ben. Wir haben uns zu­sam­men über­legt, was wir als Grup­pe in nächs­ter Zeit ma­chen könn­ten. Die Ju­gend­li­chen dach­ten dabei vor allem an die ein­sa­men und alten Men­schen, die zu­hau­se sind. Und sie wol­len eine Re­por­ta­ge über un­se­re Kir­chen­pa­tro­ne ma­chen. Dazu wol­len sie die Fi­gu­ren der Hei­li­gen in un­se­rer Kir­che fin­den und be­schrei­ben, die Le­gen­den über sie und an­de­re in­ter­es­san­te Sache zu­sam­men­stel­len. Den Ar­ti­kel wol­len sie für den Pfarr­brief schrei­ben und ihn viel­leicht im In­ter­net ver­öf­fent­li­chen.

Die Ju­gend­li­chen und P. Roman hof­fen au­ßer­dem, dass es die Lo­cke­run­gen in der nächs­ten Zeit er­lau­ben, auch eine ge­plan­te Fahr­rad­tour zu un­ter­neh­men.

„Mir feh­len aber auch die Got­tes­diens­te mit den Gläu­bi­gen, die ich schon sehr gut kenne. Mir feh­len die Ge­sprä­che und all­ge­mein die Ar­beit in der Pfar­rei. Und ich freue mich über jeden Anruf, jedes Ge­spräch!“

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