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Begegnungen mal etwas anders ...

„Und immer noch Corona-Beschränkungen!“ – Pater Konrad Flatau SCJ blickt auf die vergangenen Monate zurück.


Auch im kleinen Kreis können Taufen persönlich getaltet werden. 

„In unserem täglichen Leben und in den seelsorglichen Aufgaben setzen uns die Folgen der Pandemie Grenzen. Verhaltensweisen, die im täglichen Leben und im Umgang mit den Mitmenschen selbstverständlich und notwendig sind, werden eingeschränkt: keine Berührung, Abstand halten, Maske tragen, Desinfektionsmittel anwenden, keine großen Zusammenkünfte ....

Und doch leben unsere zwischenmenschlichen Beziehungen gerade von Berührungen. Auch die seelsorglichen Aufgaben sind auf Berührungen angewiesen - ja, sie sind in den liturgischen Abläufen oft direkt gefordert und einzusetzen. Diese Situation fordert von uns neue und andere Formen der Begegnung in unserem Miteinander und in der liturgischen Feier.

Die Erstkommunionfeiern des laufenden Jahres sind in der Pfarreiengemeinschaft in sehr kleinem Kreis abgehalten worden und oft auch hier bei uns in der Wallfahrtskirche. Hierbei haben die Mitfeiernden entdeckt, dass die Feier persönlicher und intimer geworden ist. Man hat – paradox in der Pandemiesituation – größere Nähe gespürt gegenüber den Großveranstaltungen.

Die Vorbereitung der Firmlinge auf den Empfang des Sakramentes geschieht auch im kleinen Kreis und wird damit persönlicher und intensiver. Es ist schön, die Firmlinge in den Gottesdiensten wahrzunehmen. Ab und an sind auch Konfirmanden dabei, die angehalten sind, einen Gottesdienst zu besuchen.

Die großen Wallfahrten konnten nicht stattfinden. Aber es haben sich auf eigene Initiative hin immer wieder kleine Pilgergruppen auf den Weg gemacht und den Wallfahrtsort besucht. Einzelpilger fanden im Kloster Übernachtungsmöglichkeit.

 

Die Matthias-Bruderschaft brachte einen eigenen Akzent ein: Einer ihrer Mitglieder hatte eine ganze Reihe von Nistkästen für Vögel angefertigt. Diese Nistkästen wurden nun rund um das Kloster und auf dem Pilgerweg an Bäumen angebracht. Ein Signal, auf die Natur zu achten und die Schöpfungswirklichkeit auf dem Pilgerweg zu bedenken.

Von der evangelischen Fakultät der Universität Münster hatte sich eine Gruppe von Theologie-Studenten mit einem ihrer Professoren und einer Pfarrerin auf den Pilgerweg nach Trier gemacht. Sie fanden Unterkunft im Kloster und besuchten das Gnadenbild der Pietà in der Wallfahrtskirche.

Von Zeit zu Zeit dürfen wir auch der nahen evangelischen Kirchengemeinde mit ihrer Leitung Unterkunft und Herberge geben. Die Begegnung und der Austausch bereichern beide Seiten.

Die Krankenhausseelsorge kann wieder intensiver wahrgenommen werden. Gesprächsmöglichkeiten sind gegeben und die Krankensalbung kann durchgeführt werden. Der Gottesdienst im Krankenhaus selber wird auf die Krankenstationen übertragen. So ist auch in der Situation der Krankheit eine Zuwendung und Begegnung möglich.

Die Festwoche im September rund um das „Schmerzensfest Mariens“ hat mit den begrenzten Vorgaben stattgefunden. Pilger kamen in Kleingruppen und nahmen an den Gottesdiensten teil. Menschen mit Behinderungen aus der Diözese Trier haben einen Tag dieser Woche gestaltet und Gottesdienst gefeiert. Diese Begegnung ist immer recht bunt gestaltet und gut organisiert.

Auch die Kranken und alten Leute konnten sich in der Festwoche gut einbringen. Diese Gruppe hat die Begegnung besonders dankbar und intensiv erlebt und freudig angenommen. Denn wegen der Pandemie mussten sie viele Einschränkungen auf sich nehmen – vor allem auch das Einschränken der Besuche. Das Parken der vielen Rollstühle haben wir gut und praktisch lösen können.

Und bald steht die Advents- und Weihnachtszeit vor der Tür. Wir werden zu dem großen christlichen Geheimnis der Menschwerdung Gottes hingeführt. Es steht auch unter dem großen Thema der Begegnung.“