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Festwoche beendet: Treue Pilger seit Jahrzehnten

Mit dem Festgottesdienst am Sonntag, 19.09.2021, ging die diesjährige Festwoche in Maria Martental zu Ende.


 

Rektor Pater Ryszard Krupa SCJ freut sich, dass sich wieder viele Menschen aus den umliegenden (Kirchen-)Gemeinden auf den Weg zur Wallfahrtskirche gemacht haben.

Die Festpredigt beim Schlussgottesdienst hielt Pater Piotr Kuszman SCJ aus Transnistrien, wo die Herz-Jesu-Priester auf vielfältige Weise sozial engagiert sind. Er kam zusammen mit Pater Marcin Janus SCJ für einige Tage nach Martental, um über Einrichtungen zu berichten, die die Herz-Jesu-Priester initiiert haben und führen.

 

Über das soziale Engagement in Transnistrien

 

An einem Abend erzählten sie vor rund 20 Interessierten mehr von der Situation der Menschen in diesem Teil Moldawiens, von ihren sozialen und ökonomischen Problemen und von den Hilfen, die sie von den Herz-Jesu-Priestern sowie haupt- und ehrenamtlichen Helfern erhalten.

In seiner Predigt ging P. Kuszman ebenso darauf ein. Er erklärte, dass die schmerzhafte Muttergottes,  zu der die Menschen in der Festwoche pilgern, mit Jesus litt - und heute leide sie genauso mit den Menschen,  die ausgeschlossen, arm oder krank sind. Als Beispiel nannte er einen kleinen Jungen, Deniz, dessen Vater gestorben ist, und dessen Mutter daran zerbrochen ist, krank wurde und in eine Depression verfiel. Dieser Junge leidet doppelt: unter dem Tod des Vaters und darunter, dass auch die Mutter ihm keinen Halt bieten und keine Liebe schenken kann.

In einer anderen Familie hat die Mutter den Ehemann und sechs Kinder verlassen. Mit der Aufgabe, allein für die Kinder zu sorgen, war der Vater überfordert, und dann brannte auch noch das Zuhause ab. Diese Familie erhielt ebenso wie der Junge Deniz Hilfe vom Kinderzentrum „Petruschka“. „Petruschka“ ist ein Kinderzentrum für obdachlose, arme und kranke Kinder, das die Herz-Jesu-Priester leiten.

„Die Gottesmutter leidet auch mit diesen Menschen heute“, so P. Kuszman in seiner Predigt. Und er schloss daran seinen Dank an: an seine Mitbrüder der deutschen Ordensprovinz und besonders an die Spenderinnen und Spender, die die Projekte in Transnistrien durch Spenden kontinuierlich unterstützen. Er erinnerte an das Wort Jesu: „Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

 

Begegnungen bei der Festwoche

 

Viele persönliche Gespräche hat P. Krupa SCJ im Laufe der Festwoche geführt. „Ich bin begeistert, dass es Menschen gibt, die seit Jahrzehnten hierher pilgern“, sagt er. Unter den Pilger seien Menschen gewesen, die seit 70 Jahren an der Festwoche teilnehmen – und in diesem Jahr ein Ehepaar, das seine diamantene Hochzeit feierte: „Das war sehr berührend!“

Angetan war P. Krupa auch von der Begegnung mit beeinträchtigten Menschen, die am Dienstag der Festwoche nach Martental gekommen sind. Für sie gab es am Vormittag eine Andacht, Workshops und einen Gottesdienst zum Abschluss, zum Mittagessen trafen sie sich im Freien vor der Wallfahrtskirche. „Das war eine wunderbare Atmosphäre.“

An allen Tagen war das Pilgerheim geöffnet, ebenso der Klosterladen. „Den Klosterladen haben wir jetzt wieder regelmäßig geöffnet“, kündigt der Rektor an.

 

Öffnungszeiten des Klosterladens:

 

  • Dienstag, 14.00 - 15.30 Uhr
  • Freitag, 16.00 - 17 .00 Uhr
  • Samstag, 16.00 - 17 .00 Uhr
  • Sonntag, 14.00 - 18.00 Uhr
  • oder nach Vereinbarung, Tel. 02653 / 989062,  02653 / 598-137 der 0151 / 10840151)